Ich gestehe, ich habe gestern fast geheult. Vor Freude.Manchmal sind es einfach die kleinen Dinge des Lebens, die einen glücklich machen.
Gestern bin ich mit meiner Lieblingsnachbarin zu einer Erdbeerplantage zum Selberpflücken gefahren. (Leider hat sie ein noch verbesserungswürdiges Timing. Blöder Weise wollte sie erst nicht fahren, also ließ ich mir ein
Während meine Nachbarin mich auf dem Feld glücklich mit rotem, erdbeerverschmiertem Mund anstrahlte (das war jetzt aus dramaturgischen Gründen gelogen... sie hat die Erdbeeren schon recht zielsicher dahin platziert, wo sie hingehörten), schmiss ich meine Erdbeeren einfach nur immer in meinen Eimer.
Irgendwann versuchte ich auch mal eine Erdbeere. Von der schattigen Seite gepflückt. Oh ja, das war lecker! Super süß und saftig und so gar nicht wie die Erdbeeren, die man im Supermarkt zu kaufen kriegt.
Auf dem Weg zurück pflückte ich meine erste Erdbeere von der Sonnenseite. Eine, die schon über Stunden in der heißen Sonne hing. Kann das schmecken? Warme Erdbeeren?
Es kann. Und es kann dazu führen, dass ich mitten auf einem Erdbeerfeld stehe, umringt von kleinen Kindern mit ihren Eltern, und kurz davor bin zu heulen. Was für eine Geschmacksexplosion.
Dieses für mich irgendwie vollkommen neue Geschmackserlebnis (das ich vielleicht noch aus der Kindheit kenne, mich aber nicht daran erinnern kann) hat nicht geholfen, das Brokkoli-Gratin verschwinden zu lassen, um mehr Platz für sonnenaufgeheizte Erdbeeren zu machen. Aber es hat geholfen, selbiges viel besser zu ignorieren, um noch mehr von dieser Köstlichkeit in mich hineinzustopfen.
In diesem Sinne: Glücklich! Einfach nur glücklich!

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen