18.07.2010

Gib mir mehr Stoff 10









Normalerweise gibt es neue Buchvorstellungen von mir ja in letzter Zeit nur noch bei The Library , einen von Fianna ins Leben gerufenen Bücherblog. Da die Buchvorstellungen vorher aber einfach ein Teil meines Blogs waren, werde ich ab und zu auch wieder hier ein Buch vorstellen.
Na so ein Zufall... im Kalender steht, dass gerade heute offizieller "ab und zu-Tag" ist...
Nun denn, in diesem Fall möchte ich euch dieses Buch vorstellen:






















Von Jan Weiler kannte ich bisher nur ein von ihm gesprochenes Hörbuch, mit Auszügen aus seiner Kolumne. Da ich davon schon recht angetan war, reizte mich dieses Buch ungemein (obwohl es in diesem Fall nur ausgeliehen und nicht gekauft war).

Nun, das Buch war sehr speziell. Fünf Menschen, allesamt durch die Medien aus den unterschiedlichsten Gründen bekannt gemacht worden, treffen nach und nach in einem privaten Sanatorium (ja, Klapse kann man auch sagen) ein. Der Chefarzt diagnostiziert bei seinen Patienten eine neue (und selbstverständlich nach ihm benannte) Krankheit und verspricht jedem einzelnen Heilung. Es treten ... Komplikationen... auf.

Es ist schwierig dieses Buch zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten. So viel sei gesagt: das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil erzählt einer der Insassen von seinem Leben und wie es dazu kam, dass er in dem Sanatorium landete. Die Geschichten seine vier Mitstreiter werden ebenfalls sehr detailiert erzählt. Im zweiten Teil wird die Geschichte von jemand anderen weiter geführt(nein, ich sage nicht von wem... die Spannung sollte ja für die gehalten werden, die das Buch lesen wollen). Der dritte Teil des Buches bringt die weiteren Vorgänge durch die Medien zum Abschluss.

Das Buch hat mich, auch lange nachdem ich damit fertig war, sehr beschäftigt. Ich kann nicht behaupten, dass ich mit dem Schluss zufrieden bin. Andererseits wäre jedes andere Ende bei dieser Geschichte unrealistisch gewesen. Eigentlich spiegelt die Geschichte genau das wieder, was man in der heutigen Zeit erwartet. Vielleicht bin ich gerade deshalb so unzufrieden damit.

Davon mal ab habe ich das Buch sehr gerne gelesen, ja quasi verschlungen. Gut an einer Stelle habe ich geschummelt. Einer der Insassen redet und diskutiert gern, vor allem wenn er glaubt, ungerecht behandelt zu werden. An einer Stelle des Buches fing er dann an zu reden. Und redete. Und redete... Naja, kannst ja mal eine Seite weiter blättern... oh, er redet immer noch... *umblätter*... immer noch *umblätter*.... oh... der hat aber Luft .... *umblätter* ..... *umblätter*.... Ja, und so zog sich das. Ich habe mir aber sagen lassen, dass ich dabei nichts verpasst habe.

In diesem Sinne: Wer Jan Weiler und ungewöhnliche Geschichten mag, wird mit diesem Buch ein paar schöne Stunden haben.

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